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FELDHASE (Lepus europaeus)

Verbreitung: Der Feldhase ist eine weitverbreitete Wildart und in fast ganz Europa in abweichenden Populationsgrößen anzutreffen. Auch in Ungarn kommt er in allen Gebieten des Landes vor, wobei jedoch seine Bedeutung in Bezug auf die Besatzzahl in den waldreicheren transdanubischen, für das Hochwild vorteilhaften Revieren, äußerst gering ist. Die typischen Feldhasenreviere Ungarns befinden sich vorrangig in der Region der Großen Tiefebene mit den besten Beständen in den Komitaten von Heves, Csongrád, Békés und Szolnok. Einer weiteren Ausbreitung dieser Wildart werden durch die großflächige landwirtschafte Nutzung Grenzen gesetzt. Besonders wichtig für den Feldhasen ist ein Biotop, welcher sich aus mosaikförmig angeordneten und durch Feldraine geteilten landwirtschlichen Kleinparzellen zusammensetzt. Beim Vorhandensein derartiger Voraussetzungen des Reviers kann es zu einem unglaublichen Anwachsen des Bestandes kommen.

 

 

 

Jagdzeit:


Feldhase 1. Oktober - 31. Dezember
Wildkaninchen 1. September - 31. Januar

Bejagung: Die erfolgreichste Art der Bejagung auf den Feldhasen, welche vielleicht auch körperlich das meiste vom Jäger abverlangt, ist die Treibjagd (Böhmisches Treiben). Bei dieser Jagd sind 20-30 Jäger und mindestens die doppelte Zahl an Treibern darauf bedacht, in U-förmiger oder kreisförmiger Aufstellung und nicht selten ein Gebiet von 100-200 ha bejagend, sich ins Innere des Kreises bewegend, die Feldhasen aus der Sasse der Äcker oder aus den verbliebenen Maisstoppeln hochzumachen. Diese Jagden stellen sowohl für die Treiber als auch für die Jäger eine starke physische Belastung dar. An solch einem Jagdtag können selbst bis zu 200-300 Feldhasen zur Strecke kommen. In den Revieren der Großen Tiefebene in denen die landwirtschaftlichen Flächen auch durch ausgedehnte vegetationsbedeckte Revierteile eingerahmt sind, ist die Jagd auf den Hasen gut mit der Fasanenjagd zu kombinieren. In diesem Fall kann man unter Teilnahme von weniger Jägern und Treibern wahrhaft bewegende und aufregende Jagden organisieren, bei denen man gute Chancen zum Schuss auf die aus dem Schilf, den kleineren Waldflecken, den belassenen landwirtschaftlichen Kulturen herausgetriebenen Hasen oder auf die durch Jagdhunde aufgestöberten Fasanenhähne, Wildenten oder eventuell auch einen Fuchs hat. Auf diesen kombinierten Jagden kann mit einer Tagesstrecke von 100-200 Tieren rechnen. Außerdem ist die Jagd auf den Feldhasen, natürlich getrennt, auch gut mit der Jagd auf einzelne Schalenwildarten wie das Wildschwein oder auch mit dem Selektionsabschuss auf Ricken zu verbinden.

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