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Mufflon (Ovis aries musimon)

Verbreitung: Die heute in Europa anzutreffenden Muffelwildpopulationen sind wiedereingebürgerte Nachkommen der in Folge seines Aussterbens nach der letzten Eiszeit übriggebliebenen Bestände Korsikas und Sardiniens. Aus diesem Bestand stammen die Tiere, welche später von den Inseln auf das Festland gelangten. Erste Ansiedlungen im geschichtlichen Ungarn erfolgten über die Lieferung westeuropäischer Tiergärten 1896 und 1897 in Ghymes im einstigen Komitat Nyitra. Diese Tiere bildeten die Grundlage für die späteren Ansiedlungen in Füzérradvány (1901) bzw. bis 1942, in die Wildgatter von Fehérvárcsurgó, Bakonynána, Mátraszele, Bárdibükk, Kaposmérő und Gyarmatpuszta. Diesen Aussetzungen ist es zu verdanken, dass heute das Mufflon in fast allen Revieren der ungarischen Mittelgebirgslagen anzutreffen ist. Darüberhinaus gibt es jedoch einen stattlichen Bestand im Hügelland des Komitats Somogy.

 

 

 

Bestandsverhältnisse: Durch die Verheerungen des 2. Weltkrieges konnten von dem einstmaligen, im Rahmen der Aussetzungen entstandenen geringen Bestand von 2 000 Mufflons, nur weniger als 100 Tiere überleben. In den 1970er Jahren war eine langsame Regeneration des Muffelwildbestandes zu verzeichnen, welche sich Dank des zentralen Aussetzungsprogrammes immer mehr und mehr verstärkte. Im Jahre 1978 wurde der Bestand bereits auf 5 000 Muffel geschätzt und auch das Streckenergebnis überschritt die Zahl von 800 Stück. Die höchste Bestandszahl wurde in den 1990er Jahren (1990) ermittelt, als die Schätzungen 10 700 Mufflons ergaben und womit gleichzeitig die Senkung des Bestandes zu einer Notwendigkeit wurde. Trotz der Anordnung zur Verringerung bzw. zur Auflösung von Einzelbeständen in zahlreichen Gebieten, ist in den zurückliegenden 20 Jahren ein Anwachsen der Bestände zu beobachten. Die geschätzte Bestandszahl des Mufflons im Jahre 2010 liegt bei 10 985 Individuen, die Streckenzahl betrug 3 412 Stück, wovon 932 auf die Muffelwidder entfiel.

 

 

 

 

 

 

Jagdzeit:


Muffelwidder ganzjährig

 

Muffelschaf, Lamm 1. September - letzter Tag im Februar

 

Die günstigsten Zeiten zur Bejagung sind während der Paarungszeit von Ende Oktober bis Mitte November bzw. auch in den Monaten Dezember bis Ende Januar.

Bejagung: Die beste Art der Bejagung mit den besten Aussichten auf Erlegung eines Mufflons ist die Pirsch. Als mögliche Bejagungsart kommt auch das Pirschenfahren in Frage, was sich jedoch im Allgemeinen als sehr umständlich oder unmöglich erweist, da es sehr schwer ist, sich der in der Hügel- und Bergregion lebenden Tierart zu nähern. Die Jagd vom Ansitz aus wird durch die Tatsache erschwert, dass das Muffelwild nur in sehr unregelmäßiger Art auf die Wildäcker und landwirtschaftlichen Flächen begibt sowie seine Wildwechsel nur selten einhält. Dort, wo es das Revier ermöglicht, kann auch das Mufflon auf Gesellschaftsjagd, d.h. bei der Drückjagd zur Strecke gebracht werden.

Lebensraum: Zu Zeiten der Wiederansiedlung gehörte bei der Auswahl des Biotops zu den wichtigsten Gesichtspunkten: die Höhe über dem Meeresspiegel, die Geländebedingungen, die Bodenstruktur sowie der Pflanzenbestand. Das Muffelwild bevorzugt die höher gelegenen, sich bis zu 800-1000 erstreckenden, gebundenen, zum Abweiden nutzbaren, mit niedrigem Unterwuchs bestandenen Gebiete sowie Altwaldbestände von Laub- oder Nadelholz. Für die Abnutzung der Schalen ist jedoch unentbehrlich, dass es trockene, steinige Revierabschnitte vorfindet. Die Niederschlag und besonders die Entwicklung der Schneeverhältnisse haben eine entscheidende Bedeutung. Während der warmen Sommersaison sucht das Mufflon im Allgemeinen die höher gelegenen Revierteile auf und nur im Winter hält es sich in den niedrigeren Teilen auf. In den Wintermonaten verweilt das Muffelwild bevorzugt in den südlichen, eventuell auch in den östlichen Abschnitten des Reviers.

Weltberühmte Muffelwiddertrophäen Ungarns

 

Erlegungsort

Lange

CIC Punkte

Weltrangliste

Bajna (2004)

97,95 cm

240,75 IP

13.

Vásárosnamény (2001)

103,30 cm

 234,70 IP

33.

Telki (1986)

103,30 cm

233,80 IP

40.

Bajna (2005)

96,00 cm

232,60 IP

48.

Tamalelesz (1991)

97,00 cm

229,10 IP

 

Gyarmatpuszta (1996)

97,25 cm

228,25 IP

 

Budakeszi (2004)

98,10 cm

228,25 IP

 

Gyarmatpuszta (2001)

91,90 cm

227,15 IP

 

Kisnána (1971)

93,75 cm

226,75 IP

 

Gyarmatpuszta (2002)

93,00 cm

226,60 IP

 

Vál (2004)

90,05 cm

226,50 IP

 

Gyarmatpuszta (2003)

90,25 cm

226,25 IP

 

 

CIC-Punktgrenzen (Medaillenkategorien)
Bronze 185,00-194,99 IP
Silber 195,00-204,99 IP
Gold ab 205 IP

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