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REH (Capreolus capreolus)

Verbreitung: Das Reh ist über ganz Europa verbreitet und mit Ausnahme von einigen Inseln sowie von den am nördlichsten gelegenen Gebieten überall anzutreffen. Nur in Eurasien zählt es als einheimische Art, die frühsten Funde stammen aus Frankreich. In Ungarn erscheint das Reh nach der letzten Eiszeit und ab dem 17. Jahrhundert wird es regelmäßig als bejagte Wildart erwähnt. Mit der Abnahme des im Karpatenbecken lebenden Großraubwildes kam sowohl zum Anwachsen als auch zur Ausbreitung der Rehwildpopulation. Die qualitätsmäßig besten Rehbestände findet man in den Revieren der Komitate von Jász-Nagykun-Szolnok und Békés, aber auch im transdanubischen Teil Ungarns ist das Reh in großer Zahl und mittlerer Qualität verbreitet.

 

 

 

Bestandsverhältnisse: Die Bestandsgröße des ungarischen Rehwildes wird anhand einer aus dem Jahr 1936 stammenden Zahl mit 60 000 Rehen angegeben. Nach den Verwüstungen des 2. Weltkrieges wurde dieses Niveau erst wieder in den 1960er Jahren erreicht und die Schätzungen des Bestandes belaufen sich auf 70 000 Rehe. In den darauffolgenden Jahren gelang es trotz stärkerer Nutzung nicht, den kontinuierlichen Anstieg des Bestandes aufzuhalten und nach zehn Jahren als Überbestand eingestuft, kam es zu einer weiteren Steigerung der Abschussquote. Auf diese Weise konnte vorübergehend das Ausbreitung des Rehwildes verhindert werden und nach weiteren zehn Jahren wurde als eine der Hauptzielsetzungen der Wildbewirtschaftung, die Erhöhung des Rehbestandes zur Aufgabe gestellt. Trotzdem kam es in den 1980er Jahren zu einer Stagnation des Bestandes und in der Mitte des Jahrzehntes konnte eine Populationsschwankung um die 230 000 Rehe verzeichnet werden. In den 1990er und auch in den 2000er Jahren kam es den Schätzungen nach erneut zu einem langsamen Anstieg der Population. Die Bestandsschätzungen von 2010 ergaben eine Zahl von insgesamt 366 552 Rehen in Ungarn. Die Streckenzahl betrug 88 552 Stück Rehwild, von denen 33 927 auf die Rehböcke fielen.

 

 

 

 

 

Jagdzeit:
Rehbock 15. April - 30. September
Bester Zeitraum: 30. April bis 15. Mai
Blattzeit: von Ende Juli bis Mitte August

 

Ricke, Kitz 1. Oktober - letzter Tag im Februar

Bejagung: Heutzutage ist die verbreitetste Methode der Jagd auf das Reh das Pirschenfahren mit dem Geländewagen, welches ergänzend durch das Pirschen sowie die Jagdart des Ansitzens vervollkommnet werden kann. Die Ansitz- bzw. Pirschjagd kann vor allem im Fall der Jagd auf das Waldreh von Erfolg gekrönt sein. Die erwähnten Jagdarten können sowohl mit Beginn der Rehbocksaison am 15. April als auch in der späteren, von Ende Juli (3. Woche) bis August dauernden Blattzeit, der Paarungszeit der Rehe angewandt werden. Eine andere, immer mehr an Popularität gewinnende Jagdart auf den Rehbock ist das Lockrrufen. Diese Jagdart kann man erfolgreich während der Paarungszeit des Rehwildes praktizieren, indem man den Fiep- und Klagelaut der Ricke oder den Angstlaut des Kitzes nachahmt.

Lebensraum: Den idealsten Biotop für das Reh bilden die mit Wiesen bestandenen, in landwirtschaftliche Flächen aufgegliederten, über einen dichten Buschbestand und Unterwuchs verfügenden Randstreifen, sowie die Waldstreifenreviere mit einem lichteren Baumbestand. Die in den 1970er Jahren voranschreitende großräumige Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Nutzflächen und die Ausschaltung der Störeinflüsse führten zu einer Ausbreitung des ungarischen Rehbestandes. Diese Entwicklung wurde außerdem durch das in der Großen Tiefebene ablaufende Flurholzanbauprogramm begünstigt, welches durch die Schaffung idealer Lebensräume für das Reh, die Ausbreitung über die gesamte Große Tiefebene möglich machte. Diese Wildart passte sich derart erfolgreich an die durch die landwirtschaftlichen Flächen geschaffenen Lebensräume an, dass man heute als gesonderte Ökotypen, das Feldreh von dem Waldreh trennt.

Weltberühmte Rehbocktrophäen Ungarns


Erlegungsort

Gewicht

CIC Punkte

Weltragliste

Jászkisér (1975)

770 gr

231,53 IP

2.

Abádszalók (1993)

769 gr

230,75 IP

3.

Martonvásár (1965)

766,5 gr

228,68 IP

4.

Napkor (2004)

810 gr

214,65 IP

6.

Tarnaméra (1988)

750,7 gr

212,64 IP

7.

Árpádhalom (2000)

682 gr

208,13 IP

10.

Földeák (2002)

843 gr

207,80 IP

11.

Napkor (2005)

736 gr

205,92 IP

12.

Martfű (2005)

776 gr

202,92 IP

14.

Kisköre (1975)

792 gr

201,92 IP

15.

Hajdúdorog (2005)

752 gr

201,18 IP

18.

Boldog (1974)

660 gr

198,10 IP

22.

 

CIC-Punktgrenzen (Medaillenkategorien)
Bronze 105,00-114,99 IP
Silber 115,00-129,99 IP
Gold ab 130 IP

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