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ROTHIRSCH (Cervus elaphus)

Verbreitung: Die für Mitteleuropa charakteristische Unterart des Rothirsches der Cervus elaphus hippelaphus ist auch in Ungarn zu finden. Neben einer kontinuierlichen Bestandsvergrößerung in den vergangenen Jahrzehnten, ist auch ein Anwachsen des Verbreitungsgebietes zu verzeichnen. Diese Entwicklung konnte besonders intensiv in den mittleren Gebieten des Landes beobachtet werden. Die Ursache dafür liegt außer in den natürlichen Prozessen, in den Veränderungen der Konzeptionen der Land- und Forstwirtschaft bzw. der bewussten Wildbewirtschaftung, jedoch üben auch einen entscheidenden Einfluss die von Menschen verursachten Störungen sowie das Anwachsen der Infrastruktur aus. Die besten Rotwildbestände befinden sich in Südtransdanubien, in den Komitaten von Somogy, Zala und Baranya. Darüberhinaus gibt weitere Reviere, welche aufgrund der ausgezeichneten Lebensräume sehr gute Bedingungen für das Gedeihen des Rothirsches absichern. Solche qualitativ guten Biotope findet man im Nördlichen Mittelgebirge, in Nordtransdanubien sowie in der Region zwischen der Donau und der Theiß.

 

 

Bestandsverhältnisse: Der ungarische Rotwildbestand wurde 1936 auf 12 000 Stück geschätzt. Die Hälfte davon überlebte nicht den 2. Weltkrieg, sodass sich die Schätzungen von 1962 auf nur 9 200 Stück Rotwild beliefen. Erst danach kam es zu einer unglaublichen Bestandsentwicklung, welche nach den Schätzungen von 1990 sich auf 55 100 Stück Rotwild bezog. Die Schätzungen von 2010 sprechen von einem Bestand von 92 577 Stück in den ungarischen Revieren. Die Jahresstrecke lag bei 41 137 Stück Rotwild, welches zu über 90% in Freilandrevieren erlegt wurde. Die Anzahl der erlegten Hirsche betrug 10 494 Stück.

 

 

 

 

 

Jagdzeit: Die Bejagung der Hirsche erfolgt in der Paarungszeit, das bedeutet in der Zeit der Brunft. Der Brunftbeginn kann sich in Abhängigkeit vom Lebensraum zeitlich verschieben, sodass in den südlicheren, besseren Biotopen die Brunft bereits im August beginnt, in den nördlicheren Revieren hingegen (Komitate Nógrad oder Heves), sich der Brunftbeginn bis in die erste Woche des Septembers hinziehen kann. Mit dem Voranschreiten und Abklingen der Brunft bietet sich die Möglichkeit der Erlegung von Abschussshirschen bis in den Monat Januar.

Erntehirsch 1. September - 31. Oktober (Hauptbrunftzeit im September)
Abschusshirsch 1. September - 31. Januar
Alttier, Schmaltier 1. September - 31. Januar
Kalb 1. September - letzter Tag im Februar

Bejagung: Die typischen Jagdarten auf den Rothirsch sind die Pirsch und der Ansitz. Darüberhinaus ist das Pirschenfahren eine sehr beliebte Art der Bejagung, bei der sich der Jäger mit dem Pferde- oder dem Geländewagen dem Wild nähert und die Pirsch nach Verlassen des Fahrzeugs beginnt. Sehr aufregend und beliebt ist auch das Anlocken des Hirsches in der Brunftzeit durch die Nachahmung des Brunftrufes. Alttiere, Schmaltiere und Kälber können ebenso auf Ansitz oder auf Pirsch bejagt werden, neuerdings bietet sich jedoch die Möglichkeit, diese auch auf der Drückjagd zu erlegen.

Lebensraum: Der Rothirsch bevorzugt besonders weiträumige Mischwaldbestände von unterschiedlicher Altersstruktur mit dichtem Unterwuchs, welche ihm ideale Deckungs- und Nahrungsmöglichkeiten bieten. Daneben gewinnen Waldstreifen, besonders in der Umgebung von landwirtschaftlichen Parzellen eine immer größere Bedeutung, da diese regelmäßig Deckung und Ruhe bieten sowie über die angebauten landwirtschaftlichen Kulturen in bestimmten Abschnitten des Jahres als Nahrungsquelle in Frage kommen. Seitdem bei einzelnen Baumarten die Holzgewinnung auch während der Vegetationsperiode erfolgt und damit auch die Beunruhigung durch den Menschen zunimmt, wechseln die Rothirsche in großer Zahl von den Waldgebieten in die landwirtschaftlich genutzten Gebiete über, wo die großflächige Bewirtschaftung der Böden für die Landwirtschaft von Vorteil ist. Da zwischen den Rotwildbeständen Ungarns keine entscheidenden genetischen Unterschiede bestehen, sind die Abweichungen zwischen den Hirschen der einzelnen Regionen auf die biologische Tragbarkeit der verschiedenen Gebiete zurückzuführen. Die zur Verfügung stehende Quantität und Qualität des Nahrungsangebots bestimmt die Bestandsgröße und hat gleichzeitig auch Einfluss auf die Qualität des aufgesetzten Geweihs.

Weltberühmte Rothirschtrophäen Ungarns

 

Erlegungsort

Gewicht

CIC Punkte

Weltrangliste

Karapancs (1986)

14,5 kg

271,00 IP

3.

Pusztakovácsi (1981)

14,0 kg

269,89 IP

6.

Lábod (2001)

16,81 kg

265,67 IP

7.

Vörösalma (2002)

14,05 kg

263,88 IP

8.

Kerecseny (2000)

13,98 kg

263,30 IP

9.

Szentpéterfölde (1992)

14,7 kg

261,29 IP

12.

Hahót (1985)

16,4 kg

260,07 IP

15.

Noszlop (1992)

12,68 kg

260,02 IP

16.

Bajcsa (1989)

14,74 kg

257,88 IP

17.

Nagykanizsa (1981)

11,75 kg

257,15 IP

18.

Bezeréd (1982)

12,95 kg

256,97 IP

19.

Kisbárapáti (1985)

13,75 kg

255,45 IP

23.

 

CIC-Punktgrenzen (Medaillenkategorien)
Bronze 170,00-189,99 IP
Silber 190,00-209,99 IP
Gold ab 210,00 IP

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